Mut am Speyer-Kolleg – Ihr seid nicht allein
18. Februar 2009 | Von Hyperbel | Kategorie: Speyer-Kolleg
Das Speyer-Kolleg ist eine staatliche Einrichtung zur Erlangung der Hochschulreife auf dem zweiten Bildungsweg. Die Schüler hier sind zwischen 20 und 40 Jahre alt. Das heißt, dass sie teilweise gut dotierte Jobs an den Nagel gehangen haben, um auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur zu erlangen. Gemessen an dem Alter der Kollegiaten kann man sich vorstellen, dass regelmäßig Frau/Mann/Kinder im Hintergrund vorhanden sind. Trotzdem wurde das Abenteuer Abitur gewagt. Und jetzt soll alles aus sein?
Eine „Kopftuchlehrerin” ist am Kolleg aufgetaucht und hat unplanmäßig den Deutschunterricht (der vorher von akzeptierten qualifizierten Fachlehrern gut erteilt wurde) übernommen. Aus Kreisen der Schulleitung war zu vernehmen, dass hinsichtlich der Besetzung dieser Stelle kein ordnungsgemäßes Verfahren stattgefunden hat. Bedarf für die Planstelle hat zu diesem Zeitpunkt offensichtlich nicht bestanden, da zur Zeit Deutschkollegen an andere Schulen abgeordnet sind; mehr noch die Frau mit Kopftuch unterrichtet erwachsene Menschen im Fach Sozialkunde und behauptet, ihr Kopftuch sei ein Zeichen der Glaubensfreiheit und nicht der Unterdrückung.
Wenn die vormals im Arbeitsmarkt integrierten Schüler jetzt „nur” lernen, dann bekommen sie in der Regel lediglich BAföG in Höhe von 618 € (Höchstsatz), eine Leistung unter dem Harz IV Satz, wenn man bedenkt, dass der Kollegiat alle Ausgaben hiervon zu bewältigen hat. Und dieser Schüler ist eben kein 15-jähriger mehr, sondern ein erwachsener Mensch mitten im Leben. Mit seinem Protest gegen diese Lehrerin und dem Boykott des Unterrichts setzt der Schüler vielerlei aufs Spiel. Offensichtlich wird er vor Ort in die rechte Ecke verfrachtet. Argumente werden nicht gehört, können von der Schule/Schulleitung auch nicht gehört werden, da sie selbst über die Besetzung der Stelle kein Mitspracherecht hatte.
Die Schüler werden latent bedroht: Es drohen ihnen nicht nur schlechte Zensuren, nein, es droht ihnen der komplette Entzug des Bafög. Damit wird versucht – nicht seitens der Schule- jeden Protest im Keim zu ersticken.
Die Schüler sind im Recht!
Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass an den Schulen Religionsfreiheit zu herrschen hat. Punkt. Aus. Ende.
Jeder, der sich darüber hinwegsetzt, bricht geltendes Recht. Jeder hat gleichermaßen das Recht zum Widerstand. Man muss sich nicht darauf vertrösten lassen, dass Gesetze landesweit nicht umgesetzt wurden bzw. entsprechende Verordnungen erlassen wurden. Der Bürger kann nicht Opfer der Nachlässigkeit der Landesregierung sein. Das Bundesverfassungsgericht hat die vorher zitierte Entscheidung entsprechend der Grundrechte, dokumentiert in Art.1 bis 20 GG, erlassen. Artikel 4 GG nomiert die Religionsfreiheit aber auch die negative Religionsfreiheit.
Die Schüler sind nicht auf Almosen des jeweiligen Bundeslandes angewiesen. Sie sind im Recht. Sie riskieren mit ihrem Protest momentan ihre Zukunft. Aber sie riskieren sie nur solange, bis nicht auch die Öffentlichkeit schreit: Stop. Sie haben ein klares Urteil und wenn die Landesregierung versagt, dann ist es nicht Sache der Schüler, dieses Versagen zu respektieren, nein, sie können ihren Protest anbringen.Wir habend die Verpflichtung, die Zivilcourage und das Engagement dieser Schüler zu unterstützen.
Erklären sie sich solidarisch mit den Schülern, indem sie eine Email an and die ADD schreiben. Es geht hier um alles oder nichts, die Trennung von Staat und Religion aber auch um die Existenzgrundlage der Schüler.
Es darf nicht sein, dass diese Kollegiaten bedroht und mundtot gemacht werden.
Dieser Artikel hat den Hintergrund, nochmals die Zusammenhänge zu erklären und insbesondere die Schüler, die jetzt auch schon eingeschüchtert wurden, zu motivieren, mit ihrem Protest an die Öffentlichkeit zu gehen.
Email: poststelle@add.rlp.de





Wieder mal ein Armutszeugnis für die Intoleranz dieser Nation! Wenn ich schon sowas lese, wie “diese Kopftuchlehrerin”, da steigt in mir die Aggression. Und dann noch sowas wie “unplanmäßig den Deutschunterricht (der vorher von akzeptierten qualifizierten Fachlehrern gut erteilt wurde) übernommen.”, was darauf hindeuten soll das diese Frau nicht Kompetent ist und kein qualifiziertes Studium hinter sich gebracht hat ?!?
Also bitte! Ich bin kein Moslem, nebenbei bemerkt. Doch mich stört dieses faschistische Denken das vom Schüler bis hin zur Schulleitung existiert!!!!!!! Da kann man sagen was man will! Einfach nur Kindergarten nenn ich das und solang die Frau nicht ihre Religion in den unterricht mit einbezieht, KANN SIE BLEIBEN!!!!! ALSO R.I.P. ihr Faschos!!!
Wie tolerant ist es, anderen seine Religion aufzuzwingen?
Fakt ist weiter, dass es am Kolleg keinen Deutschlehrerbedarf gibt. Die betroffenen Klassen erhalten nunmehr 2 Stunden deutsch durch die “Kopftuchlehrerin” und die restlichen Stunden durch andere Lehrkräfte.
Faschistisches Denken kann ich nicht erkennen, wenn Schüler sich ausbieten, neutralen Unterricht zu bekommen. Auf das entsprechende Urteil des BVerfG sei verwiesen.
Verwiesen sei im übrigen auch darauf, dass Kreuze in Schulen ebenfalls unzulässig sind.
Letztlich:
Die Frau bezieht ihre Religion bereits durch das Tragen des Kopftuchs ein. Nach ihrer eigenen Aussage trägt sie es als religiöses Symbol.
“Sieht so eine Feindin der Freiheit aus?
Für mich ist es nicht wichtig, ob die Lehrerin ein Kopftuch trägt oder nicht, wichtig ist, welche Werte sie im Unterricht vermittelt. Darüber hat kein Schüler ein Wort verloren, insofern kann ich dies nicht beurteilen. Und schon gar nicht würde ich jede Kopftuchträgerin unter den Generalverdacht stellen, sie stehe im Widerspruch zu freiheitlichem Denken.
Lieber Axel Wilke, es würde mich freuen, wenn Du Dich zu denen einreihst, die an einem friedlichen Zusammenleben der verschiedenen Kulturen hier und anderswo arbeiten.
Johannes Jaberg, Vorstand B 90/Die Grünen.”
RECHT HAT DER MANN!!!!!
@ Anti-Faschissssst!
Grüne hatten noch nie ein universalistisch orientiertes Geschichtsbewußtsein, da hilft auch eine Aneinanderreihung von Ausrufezeichen nix. Wo stand das Kopftuch jemals für ein “friedliches Zusammenleben der verschiedenen Kulturen”, für welche “Kultur” steht denn das Kopftuch? In welchem islamischen Staat herrscht denn “eine Kultur der Toleranz”, wo Kopftücher in staatlichen Institutionen erlaubt sind?
Eine Spezialität der Grünen ist es, in einem völlig geschichtsleeren Raum herumzuphrasieren, von “Frieden” und “Zusammenleben” zu reden, von Toleranz zu fieberphantasieren, wo auf der Gegenseite teils krasseste Intoleranz herrscht.
Das Kopftuch ist auf der Straße zu dulden, in Institutionen hat es überhaupt nichts zu suchen, fragen sie mal Frauenrechtlerinnen wie Necla Kelek oder Seyran Ateş!
Dein (Anti-)Faschismus ist der Wegbereiter für den nächsten!
Lieber Herr (Anti) Faschis(ssss)t,
das einzige was hier wie ein Armutszeugnis wirkt, ist Ihr vollkommen denk-befreiter Kommentar. „[…] ein Armutszeugnis für die Intoleranz dieser Nation!“ Was wollen Sie uns damit sagen? Wenn ich Sie wörtlich nehme, dann bescheinigen Sie uns gerade mit ihren bedauernswerten sprachlichen Mitteln eine überschwängliche Toleranz. Ich vermute aber, dass das nicht Ihrer Intention entspricht.
Warum Ihnen die Wortzusammensetzung „Kopftuchlehrerin“ aufstößt, zeugt von Ihrer geistigen Beschränktheit. „Kopftuchlehrerin“ beschreibt völlig wertfrei eine Lehrerin die ein Kopftuch trägt. Aber bei Ihrem schlichten Gemüt scheinen bestimmte Wörter irgendwelche schwer nachzuvollziehenden (anti)faschis(ssss)tische Reflexe auszulösen. Was passiert mit Ihnen wohl erst, wenn ich „Autobahn“ sage?
Über die Kompetenz der Lehrerin die ein Kopftuch trägt (sehen Sie, ich erfülle Ihnen jeden noch so banalen semantischen Wunsch), wurde nicht ein Wort verloren. Das würden wir uns auch nicht anmaßen. Für (Anti)-Faschis(ssss)ten mit begrenzter Auffassungsgabe will ich gerne die Bedeutung des von Ihnen monierten Satzes erläutern:
Es gab keinen Bedarf für eine weitere Lehrkraft mit der Fächerkombination Deutsch und Sozialkunde. Ganz gleich ob mit oder ohne Kopftuch.
Wie schon festzustellen war, haben Sie leider die Tragweite dieser Situation nicht erfassen können. Es geht um die vom Bundesverfassungsgericht bestätigte negative Religionsfreiheit an den Schulen. Das heißt so viel wie: „Ehy, die Schüler haben auch Rechte, ehy!“ Ich hoffe diese Reduktion hilft Ihnen ein besseres Verständnis zu bekommen.
ALSO Sie (Anti)-Faschis(ssss)t, wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten!
[...] den Kopftuchstreit in Speyer haben wir bereits hier und hier berichtet. In der letzten Woche wurde den Schülern des Speyer-Kollegs eine neue Lehrerin [...]