Rasmussen entschuldigt sich nicht
6. April 2009 | Von quadraturacirculi | Kategorie: PolitikWährend Obama seinen Schmusekurs mit der Türkei und dem moderaten Islam, den es laut Erdogan nicht gibt, fortsetzt, bleibt Rasmussen sich und seiner Linie treu. Nach Berichten des Tagesspiegels heißt es:
Von Rasmussens Auftritt in Istanbul hatte sich die türkische Öffentlichkeit vor allem eines erhofft: eine Entschuldigung für dessen Haltung im Karikaturen-Streit, als er sich unter anderem geweigert hatte, in einem Gespräch mit Diplomaten aus muslimischen Ländern die Wogen zu glätten. Doch es gab keine Entschuldigung. Zwar versprach Rasmussen, als NATO-Chef den Dialog mit der islamischen Welt zu stärken. Er betonte auch seinen Respekt vor allen Religionen. Doch weiter ging er nicht.
Dies reichte natürlich den Türken nicht. Scheissendreck Dialog und Scheissendreck Respekt.
Kaum verwunderlich auch die (weitere) Formulierung im gutmenschlichen Tagesspiegel. Rasmussen sei nicht ungestraft davon gekommen, sondern habe sich die rechte Schulter ausgerenkt. Wie bitte? Wofür hat Rasmussen eigentlich eine Strafe verdient.
Da sind die Türken schon konsequenter, die gem. dem gleichen Artikel dies als eine Strafe Allahs sehen und sich wünschen, dass Rasmussen sich den Hals bricht. Echter Dialüg eben…





Es ist schon lange der Wunsch deutscher Journalisten zu spüren, nach heftiger Zensur. Da müssen sie dann auch nicht mehr selber überlegen, wem sie auf den Schlips treten könnten und vor allem, was die mit ihnen anstellen. R.s Nichtentschuldigung für die westliche Pressefreiheit ist da ein herber Rückschlag auf dem Weg in die Zensur. Schande über ihn.
Karl, so habe ich es noch gar nicht gesehen. In der Tat, ein herber Rückschlag. Vielleicht sollte Frau Merkel mal mit Rasmussen telefonieren und ihn auf diese Ungeheuerlichkeit hinweisen.