Jemen: Die Opfer sind Täter! (…weil die Erde eine Scheibe ist)
28. Juni 2009 | Von Ernie Souchak | Kategorie: Politik
Die Berichterstattung des Magazins „Spiegel“ über die im Jemen entführten und bestialisch ermordeten deutschen Bibelschülerinnen entbehrt nicht einer perfiden Verkehrung des Opfer-Täter-Status. Für den „Spiegel“ gehören nicht etwa die muslimischen Mörder zu einer verachtenswerten fanatischen Fraktion, sondern die Evangelikalen werden als eine verabscheuenswerte radikale Terrorgruppe dargestellt, die zur Missionierung von „Ungläubigen“ vor keiner Gräueltat zurückschreckt.
Die eigentlichen Unmenschen, bar jeglicher Toleranz und menschlichen Mitgefühls, zumindest wenn es sich um „Ungläubige“ handelt, bekommen vom Spiegel einen Persilschein ausgestellt. Diese brutale Lebensweise gehört zum örtlichen Lokalkolorit im Jemen und der Islam duldet keine Missionierung. Dafür müssen wir Respekt aufbringen.
Die Tragödie von Saada führt in jenes Milieu bibeltreuer Christen, die in alle Welt ausschwärmen, um den Armen zu helfen und sie auf den rechten Pfad zu Jesus Christus zu führen. Es ist, in Gottes Namen, ein Milieu, dessen Tonfall sich zuweilen nur in Nuancen von dem fanatischer Muslime unterscheidet.
Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Wahrscheinlich ist für den „Spiegel“ Gewaltanwendung und Mord nur eine kleine, vollkommen unbedeutende Nuance im Unterschied zwischen christlichen und muslimischen „Fundamentalisten“. Sicherlich macht es für den Spiegel auch keinen Unterschied, ob mir ein „fanatischer“ Evangelikaler mit seinen frommen Sprüchen über Nächstenliebe den letzten Nerv raubt, oder ob mich ein fanatischer Moslem entführt, foltert, erniedrigt und mir vor laufender Kamera, laut „Allahu akbar“ krakeelend, langsam den Kopf absäbelt. Ich muss wirklich zugestehen, diese Vorgehensweisen unterscheiden sich tatsächlich nur in Nuancen.
In dem Artikel, der für den interessierten Leser kein Jota an neuer Information bereithält, kommt es den Redakteuren offensichtlich nur auf Stimmungsmache gegen Christen an. So werden die Evangelikalen gerne als „christliche Fundamentalisten“ oder „christliche Eiferer“ bezeichnet, die muslimischen Mörder hingegen als „Bewaffnete“, „Männer“ oder „Kidnapper“. Die Missionsarbeit der Christen wird als „moderner Glaubenskreuzung“ bezeichnet, also in seiner Ungeheuerlichkeit und Brutalität dem Jihad völlig gleichgestellt, wenn nicht sogar überlegen.
Die bemitleidenswerten und auf grausamste Art und Weise hingerichteten jungen Mädchen wurden laut „Spiegel“ wertneutral „liquidiert“. Die noch nicht einmal unterschwellig vorgetragene Botschaft lautet: Selbst schuld! Dabei reicht es dem „Spiegel“ als Beweis für das „Kreuzritterverhalten“ der Opfer aus, dass die bekennenden Christinnen „Missionierungsliteratur“ in ihrem Gepäck mitführten. Welch unaussprechlich grausame Waffen, die sie da mitführten. Die Faktenlage besagt jedoch, dass es völlig ungeklärt ist, ob die jungen Helferinnen aktiv „missioniert“ haben. Dem „Spiegel“ ist das einerlei. Wer eine Bibel mit sich führt oder derartige widerwärtige Schriften ist ein Kreuzritter und muss zum muslimischen Selbstschutz „liquidiert“ werden.
Dabei ist es laut „Spiegel“ überhaupt nicht sicher, ob es sich bei dem tragischen Ableben der Bibelschülerinnen nicht um einen bedauerlichen Betriebsunfall einer ganz normalen Entführung gehandelt hat. Geiselnahmen gehören heutzutage zu jeder Pauschalreise in den Jemen dazu. Es soll sogar schon zu Regressansprüchen gegen Reiseunternehmen gekommen sein, die die versprochene Entführung nicht haben einhalten können. Die Entführung ist die Hauptattraktion jeder Reise in den Jemen. Man wird hervorragend beköstigt und die Unterbringung wurde im letzten Michelin-Hotelführer mit immerhin drei Sternen ausgezeichnet. Dabei war die herzliche Betreuung durch die örtlichen Animateure maßgeblich, an dem Wohnkomfort müssen die Entführer noch arbeiten.
Der „Spiegel“ hat in puncto Volksverdummung wieder ganze Arbeit geleistet. Es stellt sich die Frage wie moralisch verkommen man werden muss, um eine derartige Umkehrung von Opfer und Täter nicht nur selbst zu glauben, sondern auch in Goebbelsmanier als einzige Wahrheit einem breiten Publikum verkaufen zu können.
Quelle: In Gottes Namen. Spiegel. Nr. 26/22.06.2009. S. 28-32.
Quelle Fotografie: Bild.de






einer der miesesten artikel im spiegel seit langem!
Ich habe es selbst nicht glauben können, was ich da habe lesen müssen. _dead Solche unqualifizierten „Machwerke“ ist man sonst eigentlich nur von der Onlinesparte des Spiegels gewohnt.
Das perfide an den Christen ist ja, dass sie hinterhältigerweise den Armen helfen, um ihren Glauben unterzujubeln. Der wahre Muselmann fragt einfach, Islam oder Leben, worauf die Wahl oft nicht schwerfällt. Kein langes Trara und Wohltätigkeitsgetue. Werd Muselmann oder stirb. Das ist es, was DER SPIEGEL kritisiert. Die fehlende Aufrichtigkeit der Christen. Immer wollen die Helfen. Bah! Ekelerregend das. Gut, dass DER SPIEGEL das mal aufgedeckt hat. _anbeten01
Ich finde es nach wie vor unverantwortlich von Organisationen, ihre missionarischen Helfer/innen in solche Länder zu schicken. Und ich finde das in höchstem Maße gutgläubig und lebensmüde von den Gesandten, in solche Länder zu gehen, um zu helfen und zu missionieren.
Ist es wirklich nötig, auf den Märtyrerzug christlicherseits aufzuspringen?
Es bleibt wohl letztendlich eine gutinformierte (?) Gewissensentscheidung der Einzelnen.
Inwiefern sie selbst Schuld sind? – Wenn sie sehenden Auges das Risiko billigend in Kauf genommen haben, dann kann man wohl davon sprechen.
Inwiefern sie verblendete Opfer und Werkzeuge sind? Darüber darf genauso spekuliert werden.
Aber wenn sie vor Ort das Ziel hatten, zu helfen und zu missionieren, dann kam das vermutlich aus der Überzeugung, damit etwas Gutes zu tun. Offensichtlich ist Gutes dieser Art im Jemen jedoch nicht erwünscht.
Die Bibelschule hat diese jungen Frauen nicht in den Jemen geschickt ,sondern sie haben sich dieses Land selbst ausgesucht. Sie wurden aufgeklärt, dass sie nicht offen missionieren dürfen, und ich glaube auch das sie das nicht gemacht haben, sie konnten ja noch nicht mal die Landessprache. Das ein gewisses Risiko besteht wird ihnen auch klar gewesen sein.
Doch über ein bestimmtes Risiko wurden sie mit Sicherheit nicht aufgeklärt, weil man dann Rassist oder sogar Nazi ist.
Wären es meine Töchter oder Bekannte gewesen hätte ich ihnen gesagt:
Ihr seid Frauen, ihr seid hübsch, ihr seid jung, ihr werdet euch nicht verschleiern, ihr seid somit als Christen (Ungläubige) erkennbar, und somit Freiwild für jeden muslimischen Mann im Jemen der es darauf anlegt euch zu vergewaltigen und zu töten weil das in islamischen Ländern so ist.
Das wäre Aufklärung gewesen, genauso wie ich meinen Töchtern erklärte, nie eine Freundschaft mit einem muslimischen Jungen einzugehen und sei er noch so nett.
Die Schiksal dieser beiden jungen Frauen, im übrigen im gleichen Alter wie unsere getöteten Soldaten, berührt mich als Vater von Töchtern im gleichen Alter, und ich kann nur sagen:
Klärt eure Töchter und bekannten Frauen, über die Frauenfeindlichkeit des Islams auf , ungeschönt und direkt. Ich lasse mich lieber als Rassist beschimpfen, als mir hinterher Vorwürfe zu machen.
@ ohhhh mann
natürlich war es blauäugig von den frauen, dorthin zu gehen und vielleicht auch verantwortungslos von dem bibelverein, sie gehen zu lassen.
aber wir wollen doch nicht die wahre ursache vergessen: die ideologie des islam und die sitten des landes. denn würde der islam das missionieren nicht verbieten, wäre das nicht passiert.
und missionieren ist nach meiner auffassung teil der meinungs- und religionsfreiheit.
ein menschenrecht.
@ rucki
der hinweis auf die vermutlich fehlende landessprache als missionierungshindernis ist sehr trefflich!
Bekanntlich hat ja Jesus aufgerufen, die Feinde zu massakrieren und wenn Du eine Schelle auf die eine Wange bekommst, die Familie des Schlägers auszurotten, insofern sind die Opfer schon irgendwie verblendet und Opfer der Terrorindustrie, die sich selbst Christentum nennt. _langenase
Siehe zum Thema auch http://www.bibelforum.eu/forum/geiers-notizen-t1499,start,49.html
Weder blauäugig, noch verantwortungslos.
Hilfe wird dort gebraucht, wo Not ist. Wo Not ist, da ist die Gefahr. Hilfe ohne Not macht keinen Sinn.
Christliche Helfer reisen auch nicht unaufgeklärt in solche Regionen.
Sie tun dies, weil ihr Glaube ihre Angst überwindet. Sie haben bewußt ihr Leben in die Waagschale geworfen, um Not zu lindern. “Uncool”? Oder?
Sie stehen sogar in bester christlicher Tradition, denn christliche Märtyrer sterben in Ausübung der Nächstenliebe, die ihnen ihr Glaube gebietet.
Moslems werden zu Märtyrern, wenn sie ihre Feinde hassen und töten. Christen, wenn sie ihre Feinde lieben und ihnen Gutes tun.
Man kann als Atheist oder Agnostiker darüber den Kopf schütteln oder es Unvernunft nennen, nur so verändert man keine Welt. Wer aus dem Glauben Kraft und Mut schöpft, so zu handeln, wie diese jungen Frauen, der ist mir tausendmal lieber, als ein ängstlicher Stubenhocker, der hinter denn Ofen bibbernd um sein armseliges Leben fürchtet. Sterben wird auch er irgendwann. Ob er ein Beispiel hinterlässt, ist die Frage.
Oder wie es in der Edda heißt:
Besitz stirbt,
Sippen sterben,
Du selbst stirbst wie sie;
Eins weiß ich,
Das ewig lebt:
Des Toten Tatenruhm.
@ mcp
die alternative scheint mir nicht “waghalsig” oder “ängstlicher stubenhocker” zu sein.
ich bin schon dafür, risiken und nutzen von aktivitäten einzuschätzen und nur ein vernünftiges ergebnis dieser einschätzung “umzusetzen”, um dieses blöde wort mal zu benutzen.
daran fehlt es hier meiner meinung nach.
für tollen postmortalen tatenruhm kann ein verstorbener sich leider nicht mal ein kleines vamilleeis kaufen.
Hier unterscheidet sich eben die Zukunftserwartung der Huitzilopochtli-Jünger und der Christen. Die rechnen zwar nicht unbedingt auf Nachruhm, aber doch auf postmortale Erstattungen, die sogar den Gegenwert eines großen Vanilleeises mit heißen Himbeeren und Sahne übersteigen dürften.
Über den Einzelfall sagt das natürlich wenig, der ist schwierig zu beurteilen. Wenn es wirklich stimmt, daß die eine der beiden (wie Idea berichtet) gegen den Willen ihres Vaters da hingefahren ist, kann man schlecht von Martyrium sprechen, dann war das einfach sträfliche Eigenwilligkeit.
Sträfliche Eigenwilligkeit ist dennoch kein Grund, ein Mädchen zu ermorden. Oder? Naja, für jemand Normalen, westlich Zivilisierten jedenfalls nicht. Ist aber schön, dass das Mordopfer immer mehr schuld an seiner Ermordung trägt. Das macht Hoffnung auch für andere Strafen. _karte3-rot
Nein. Natürlich nicht. Es bricht nur ein paar Zacken aus der Märtyrerkrone.
_gott _lachtot
_anbeten01 _anbeten01 _sadnew
_anbeten01 _anbeten01 _anbeten01 _anbeten01 _anbeten01 _anbeten01
_anbeten01 _anbeten01 _anbeten01 _anbeten01 _anbeten01 _anbeten01 _panik3
mir war einfach danach ….
funzt nich :-(
Hallo Vitzliputzli,
ich weiß noch nicht woran es liegt, aber die smilies funktionieren nicht, wenn mehrere hintereinander gesetzt werden.
Also bis der Schaden behoben ist, bitte nur einzelne smilies verwenden…
Da ich seit heute erst wieder Internet habe, werde ich mich später darum kümmern. Vielleicht gibt es ja eine Lösung
ja, pardon für die vollmüllung. ich hab das jetzt auf meinem blog ausprobiert, um euren zu schonen
geht halt net. jetzt weiß ich´s ja
@Mcp:
“Wer aus dem Glauben Kraft und Mut schöpft, so zu handeln, wie diese jungen Frauen, der ist mir tausendmal lieber, als ein ängstlicher Stubenhocker, der hinter denn Ofen bibbernd um sein armseliges Leben fürchtet. Sterben wird auch er irgendwann.”
Bei solch heroischen Worten: Wie sieht es eigentlich mit Ihrer christlichen Nächstenliebe aus? Warum sind Sie denn nicht schon in den Jemen unterwegs? Wer so argumentiert, sollte mit bestem Beispiel vorangehen. Ich mein’ ja nur: Sich im Jemen massakrieren zu lassen ist Ihrer Meinung nach offenbar viel ehrenvoller als sich in Deutschland ehrenamtlich für “die Tafel” oder in Brasilien für die Strassenkinder zu engagieren. Ich gehe jede Wette mit Ihnen ein, dass die von Ihnen hier zu “Märtyrerinnen” erhobenen Frauen mitnichten haben sterben wollen. Weder für diesen Gott noch für einen anderen. Meine Güte, wie verbohrt muss man eigentlich sein…
Kontrastprogramm zum moralisch verkommenen Spiegel:
http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Jemen-Christen-Mission;art141,2830013#kommentare
@ talkingkraut
das trifft es genau! wie elend dagegen der spiegel…
@Geier 2. Juli 2009 18:00
Du meinst, die sind da hingefahren, um den Heiligenstatus zu erhalten? Schäm Dich ruhig nicht.
Mit welchen Motiven die Opfer da hingefahren sind, ist wohl schlußendlich nicht zu ermitteln.
(Wer glaubt, dass er zum Märtyrer werden muss, dem ist in diesem Leben vermutlich eh nicht mehr zu helfen.)
Bleibt die Tatsache, dass sie ermordet worden sind. Dafür gibt es meines Erachtens keine Entschuldigung oder Rechtfertigung. Auch nicht, wenn sich die Mörder für Erfüllungsgehilfen ihres Gottes/Propheten/Mann im Ohrs halten.In der Zivilisierten Welt hat diese Krankheit sogar einen Namen- wenn man meint, der irdische Arm einer höheren Macht zu sein…wer hilft mir mal. War das ne Psychose? Sind das nicht die…? Jedenfalls müssen sie Medikamente schlucken und oft sogar in geschlossenen Anstalten leben. Psychopathen? Den sich aus dieser Erkenntnis resultierende Vorschlag bleibt jetzt mal besser unformuliert.
Der Grundton des Artikels ist ja, wie man nur so blöd sein kann, sich wegen religiöser Eiferei in Gefahr zu begeben – und weil die Spiegel-Autoren selbst keine Christen sind, können sie natürlich nicht sehen bzw. verstehen, dass es die übergroße Liebe der christlichen Gläubigen ist, die sie dazu treibt, den Moslems den Weg zum wahren Heil zu zeigen.
Aber was ich den Autoren auf jeden Fall übel ankreide: dass sie im Gegensatz der unterschwelligen Kritik an den christlichen Missionaren mit keinem Wort den Islam in Frage stellen, der diese Verbrecher dazu motiviert hat, das blühende Leben der drei jungen Frauen, die den Menschen in ihrem Land nur helfen wollten, auszulöschen.