Es gibt keinen moderaten Islam

23. November 2009 | Von Hyperbel | Kategorie: Medien

Der geniale Mark Steyn hat auf seiner Homepage einen seiner etwas älteren Artikel, der jedoch aktueller nicht sein könnte, zum nochmaligen Genuss hervorgekramt. Dieses Mal lassen wir aber die Chance nicht ungenutzt, dieses brillante Stück beißender Wahrheit zu übersetzen:


The Mod Squad


from National Review, April 7th 2008

Letzten Monat, während der Vatikanischen Osterwache, konvertierte Magdi Allam, der stellvertretende Redakteur des „Coriere della Sera“ vom Islam zum Katholizismus. Und nicht das erste Mal wurde ich an einen alten Witz erinnert, den ich für „America Alone“ modifiziert habe:

Ein zehn Dollar Schein liegt mitten auf einer Kreuzung. Im Norden befindet sich Santa Claus, im Westen die Zahnfee. Im Osten ein radikaler Moslem. Im Süden ein moderater Moslem. Wer erreicht den Zehn Dollar Schein als erster?

Antwort: Der radikale Moslem. Alle anderen sind Sagengestalten.

Signor Allam ist zumindest der letzte mythische “moderate Moslem”. Um es mal klar zu sagen, es gibt Millionen von Moslems, die einfach nur ihr Leben leben wollen, ihre Familie ernähren, ihren Job tun wollen, ein nettes kleines Haus im Vorort haben wollen und gerade so viel oder so wenig wie unbedingt erforderlich den Islam praktizieren wollen.

Aber es gibt keinen “moderaten Islam”, um so eine individuelle moslemische Entschärfung institutionell zu unterstützen und es gibt einen akuten Mangel an westlichen Moslems, die ihren Religionskollegen plausibel eine lebbare Balance zwischen Islam und der westlichen Welt demonstrieren können und die so als Gegengewicht fungieren können sowohl gegen explizit radikale Djihadisten als auch zu den verschwenderisch ausgestatteten Moslem Lobby Gruppen, die mehr oder minder heimlich deren Ziele teilen.

Magdi Allam war eine Schlüsselfigur des “Säkularen Islam”-Gipfels, der vor einem Jahr in Florida abgehalten wurde und einer von mehreren prominenten Unterzeichnern der “St. Petersburg Erklärung”, welche an ihrem Ende herausgegeben wurde. Zu diesem Zeitpunkt wurde er bereits vonTariq Ramadan als Kopte beschimpft – das heißt als Christ – was noch nicht mal wahr war: Am Vorabend seines 40ten Geburtstages begleitete er seine Mutter auf einer Pilgerreise nach Mekka. Und dennoch hat er jetzt zu Christus gefunden und das auch noch in aller Öffentlichkeit; damit hat er rückwirkend Tariq Ramadans Vorwurf bestätigt – das Magdi Allam niemals ein glaubwürdiges Model für den Islam des 21 Jahrhunderts gewesen ist.

Und genauso geht es grad weiter. Ayaan Hirsi ist eine phänomenal mutige Frau, aber sie ist kein „moderater Moslem“: Sie ist ein Atheist. Irshad Manji ist eine brillante Analytikerin der Pathologien des Islam, aber sie ist kein „moderater Moslem“: Sie ist Lesbierin und damit kann sie für fast alle ihrer Religionskollegen kein wie auch immer gearteter Moslem sein. Dr. Wafa Sultan ist die kalifornische Psychiaterin, die mit hohem persönlichen Risiko live auf Al Jazera einen hochkarätigen Sunni Gelehrten intellektuell verprügelt hat, indem sie jedes einzelne seiner Argumente niedergeschmettert hat – und dennoch hat sie verloren. Warum? Hier ist die Antwort:

“Ich bin kein Christ, kein Moslem oder Jude”, teilte Dr. Sultan ihrem Befrager mit. „Ich bin ein aufgeklärtes menschliches Wesen, das nicht an das Übernatürliche glaubt.“

„Wenn sie ein Häretiker sind,” spöttelte Dr. Ibrahim al-Khouli, „gibt es keinen Grund, Sie zurechtzuweisen, da Sie gegen den Islam gelästert haben, den Propheten und den Koran.“

In ihrer Debatte hat Wafa Sultan jeden Punkt gemacht und das Match dennoch verloren. Ihre unzähligen Asse bestätigten nur das Argument ihres Gegners – dass, sich auf die „Moderne“ (im westlichen Sinne) einzulassen bedeutet, den Glauben zu verlieren: Dr. Sultan ist eine schneidend intelligente rationale Frau – und sie ist nicht länger Moslem. Signor Allam hielt länger durch als die meisten bevor er zugestehen musste, dass der intellektuelle Spagat der von einem „moderaten Moslem“ verlangt wird größer ist als ihn selbst Larry Craig mit seinem gespreizten Schritt hinkriegt: „Ich fragte mich, wie es denn möglich ist, dass diejenigen, die wie ich, ernsthaft und mutig für einen „moderaten Islam“ eintraten,“ sagte er, „zum Tode verurteilt wurden im Namen des Islam und auf der Basis des Koran.

Ich war gezwungen einzusehen, dass die Wurzel allen Übels im Islam selbst liegt und physiologisch gewalttätig und historisch konfliktträchtig ist – mal ganz abgesehen vom Phänomens des islamischem Extremismus und Terrorismus, das überall auf der Welt aufgetreten ist.“ Das außergewöhnlichste und wichtigste Zusammentreffen in seiner Entscheidungsfindung, den Islam zu verlassen und zum Christentum überzutreten, war die Ansprache des Papstes in Regensburg – dieselbe die Herrn Allams (frühere) Glaubenskollegen dazu motivierte vor der Westminster Abbey zu demonstrieren und dazu aufzurufen den Pontifex zu enthaupten. Der frisch getaufte Christ weiß, dass er nun zum Ziel für Mordanschläge geworden ist, aber andererseits war er auch bereits als „moderater Moslem“ ein solches Ziel, und so wie er es sieht, ist es besser, für die Wahrheit zu sterben, als für einen gequälten Widerspruch.

Was der Westen „moderate Moslems” nennt, betrachtet der Islam als Apostaten. Manchmal, so wie bei Dr. Sultan, sind es atheistische Apostaten; ein anderes Mal, so wie bei Miss Manji, sind es lesbische Apostaten, und wie bei Magdi Allam, sind sie christliche Apostaten. Für den Islam spielt es keine Rolle, für welchen Zweig des Apostasie man sich entscheidet: Wie der Prophet Mohammed so schön sagt: „Wer auch immer seine Religion wechselt, töte ihn.“ Alle vier Hauptschulen der islamischen Rechtsprechung stimmen zu. Genau wie 36 Prozent aller jungen Moslems in Großbritannien, die glauben, Apostasie sollte mit dem Tode bestraft werden. Aber für den Westen ist es eine interessante Frage, welcher Zweig der Apostasie die Moslems am meisten anspricht.

Einerseits ist Magdi Allams Bekehrung eine schlechte Neuigkeit. Es ist eine schlechte Neuigkeit für all jene, die ihre Hoffnungen auf einen wirklich „moderate moslemische Führungsfigur“ gesetzt hatten, die eine Alternative bietet zu der aus Saudi Arabien kommenden Radikalisierung des europäischen Islam. Es ist auch deswegen eine schlechte Nachricht, weil in Abwesenheit von wahren „moderaten Moslems“ westliche Regierungen weiterhin Geld nach denen schmeißen, die als moderate Moslems posieren, wie die „Green Lane“ Moschee in Birmingham England, welche der Stadtrat als eine würdige „Partnerorganisationen“ erwählt hat, ungeachtet der Tatsache, dass dort wenigstens eine Predigt stattfand, die fordert Homosexuelle von den Berggipfeln zu stoßen. Offensichtlich ist so etwas nicht dazu geeignet jemanden in den Augen der Regierung als moderaten Moslem zu disqualifizieren.

Aber auf der anderen Seite ist es aber auch eine erbauliche Erkenntnis, dass die effektivste Strategie mit einem zunehmenden und sich radikalisierenden Islam fertigzuwerden, die vielleicht skurrilste unter allen Möglichkeiten ist – ein evangelisierendes Christentum. Ein Wettkampf der Ideen schließt sicherlich auch einen Wettkampf der Religionen mit ein.

Wie ich sagte, dass sind gute Neuigkeiten – wenn man so will. Für die eingeschüchterte Vorsorgeregierung einer mehrheitlich postchristlichen Christenheit klingt das vermutlich nach der schlechtesten Nachricht überhaupt.

Quelle


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2 Kommentare
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  1. Diese Ideologien/Religionen/Dogmen sind am Ende – auch wenn “der Islam” gerade bevölkerungsexplosionsmässig explodiert. Der Mensch, als Spezies, bleibt nicht stehen in altem Aberglauben. Kataklysmen und kommende Weltkriege werden die Menschheit von alten Dogmen befreien helfen, so wie Deutschland von den Nazis befreit wurde (per aspera ad astra). Auch die chinesische, russische, amerikanische, israelische, arabische, hinduistische, etc. HYBRIS – bald am Ende!
    Siehe Martinus, dänischer “Weltenlehrer”, für “humane Materialisten”, 1890-1981.
    Vorträge: Ole Therkelsen (oletherkelsen.dk – auch auf deutsch).

  2. [...] >Was der Westen „moderate Moslems” nennt, betrachtet der Islam als Apostaten. Manchmal, so wie bei Dr. Sultan, sind es atheistische Apostaten; ein anderes Mal, so wie bei Miss Manji, sind es lesbische Apostaten, und wie bei Magdi Allam, sind sie christliche Apostaten. Für den Islam spielt es keine Rolle, für welchen Zweig des Apostasie man sich entscheidet: Wie der Prophet Mohammed so schön sagt: „Wer auch immer seine Religion wechselt, töte ihn.“ Alle vier Hauptschulen der islamischen Rechtsprechung stimmen zu. Genau wie 36 Prozent aller jungen Moslems in Großbritannien, die glauben, Apostasie sollte mit dem Tode bestraft werden. Aber für den Westen ist es eine interessante Frage, welcher Zweig der Apostasie die Moslems am meisten anspricht.< Wieder ein Augenöffner: http://quadraturacirculi.de/2009/11/23/es-gibt-keinen-moderaten-islam/ [...]

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