Günter Wallraff in der CDU ?
24. November 2009 | Von Ostsee | Kategorie: SatireEin neuer Clou von Günter Wallraff ?
Als Frau verkleidet, unter dem Pseudonym Silvie, schleust er sich in die CDU und nach einem Jahr Mitgliedschaft wird er in den Landesvorstand der Baden – Württembergischen CDU gewählt ?
Einige Insider munkeln, dass es nicht zuletzt auch wegen seiner um Welten gelungeneren Verkleidung diesmal beinahe unmöglich war, ihn zu erkennen.
Hier sein interessanter Lebenslauf:
Sylvie Nantcha, 35 Jahre alt, in Kamerun geboren, erobert derzeit die CDU in Baden-Württemberg. In einem Tempo, das den Schluss zulässt: Die Christdemokraten haben sich nach einer Politikerin wie ihr gesehnt. An diesem Wochenende wählte sie die Partei als Beisitzerin in den CDU-Landesvorstand, mit dem drittbesten Ergebnis aller 25 KandidatenInnen.
Seit Juni 2009 ist Nantcha in Freiburg erste afrodeutsche Stadträtin der CDU in Deutschland. Dabei hat sie sich erst vor einem Jahr der Partei angeschlossen. Ende 2008 wird sie von MitgliederInnen der Frauenunion in einem Bibelkreis angesprochen, ob sie sich politisch engagieren will. Nantcha ist dreifache Mutter, überzeugte Katholikin, sie hat in Deutschland Germanistik studiert, promoviert und sagt von sich: “Mein Einsatz in der Politik ist meine Art, diesem Land und den Menschen Danke zu sagen.” Damit hat sie am Wochenende die Partei-Architektur durcheinandergewürfelt.
Nantcha erntete schon zur Eröffnung ihrer Rede spontanen Beifall: “In Berlin haben wir ja eine schwarze-gelbe Koalition, in Stuttgart auch. Die CDU Baden-Württemberg braucht eine richtige schwarze KandidatIn.” Ein Gag zum Aufheitern. Denn auf keinen Fall will Nantcha auf den ExotenInnenbonus reduziert werden, der ihr in der CDU zufällt. “Ich verkörpere einfach das, wofür ich mich einsetze.” Sie bezeichnet sich als Lehrstück einer erfolgreichen Integration und möchte, dass andere ihrem Beispiel folgen können: Mit 17 schicken sie ihre Eltern nach Deutschland, um Germanistik zu studieren. Ihre Muttersprache ist Französisch, Deutsch hat sie bereits in der Schule gelernt. In Freiburg findet sie in der katholischen Kirchengemeinde und im Studentenwohnheim schnell Freunde, die sie unterstützen und fördern.
Hossa. Keine Probleme ? Woran das wohl liegt ?





Andersweißige sind von der Farbe aus besser als weissige CDU-Mitglieder. Wer hat in Barack Obama nicht den dunkel wiedergeborenen Kennedy erkannt, nur tausendfach edler? Dieser rasante Aufstieg ist also kein Wunder. Die CDU braucht jemande, die ihre absurde Politik als menschheitserlösend zu verkaufen imstande ist. Und wer könnte das besser als eine edle ehemals Wilde? Künftige Kritiker können sich schon jetzt als Rassisten und Diskriminierer wärmende Pelze zulegen.
Natürlich ist, jemanden wegen der Hautfarbe besonders zu mögen so rassistisch, betrifft es die richtige Hautfarbe, vemittelt es aber auch wieder ein wärmendes Wohlbehagen. Und das sei den CDU-Mitgliedern gegönnt. Obwohl es, wie gesagt, höchst rassistisch ist.
ich hab ja immer noch angst, dass das doch der günter ist. im migrantenfeindlichen deutschland….
ist das ja nicht möglich. bei all der diskriminierung….
Das Schlimmste was ihm widerfuhr war, daß jemand eine Bestellung (2 Bier bitte!) bei ihm aufgeben wollte.
na, das nenn ich doch mal einen vertrauensbeweis !