Wie im wirklichen Leben: 6000 Kamele terrorisieren ein Dorf
25. November 2009 | Von Hyperbel | Kategorie: AuslandDie schönsten Geschichten schreibt doch das Leben. Und so ist es nicht verwunderlich, dass ich mir die Augen rieb, als ich bei NTV auf folgenden Artikel stieß, der beinahe parabelartigen Charakter haben könnte – nunja, die von der Regierung in Australien angestrebten Lösungen zur Beseitigung der Plage sind mir persönlich ein wenig zu drastisch:
6000 Tiere -
Kamele terrorisieren Dorf
Irgendwie verfolgt mich die Thematik in den letzen Wochen. Nun also auch bis ins tiefste Australien, wo sich Kamelherden ungebremst vermehren und sich die Bestände alle sieben Jahre verdoppeln…
[...]Viele der 350 Menschen trauten sich nicht mehr vor die Tür. “Sie werden von 6000 wilden Kamelen belagert, die mitten im Dorf sind und die Infrastruktur zerstören – die Lage ist kritisch.” Die Kreisverwaltung hat den Höckertieren nun den Kampf angesagt.
Nun richten die importierten possierlichen Tierchen in ihrer neuen Heimat erheblichen Schaden an, weil sie einfach nicht gut in die Flora und Fauna des Gastlandes integriert werden können:
Die australischen Kamele gelten als größte Herde der Welt. Die Bauern betrachten die Tiere als Pest, weil sie Felder zertrampeln und Konkurrenz auf der Suche nach dem wenigen Wasser sind. Die Regierung hat erst im Juli 14 Millionen Australische Dollar (8,6 Millionen Euro) bereitgestellt, um die Herde von Scharfschützen dezimieren zu lassen.
Aber lest selbst, was passiert, wenn man Arbeitstiere auf einen fernen Kontinent verfrachtet, wo man sie dann irgendwann einfach aus den Augen verliert und nicht mehr auf sie achtet…





Du bist so fies. Wie soll ich morgen den ganz normalen Bürowahnsinn am Sprechtag ertragen, wenn ich an diese Geschichte denke.
Aua, Herr, gib mir die Gelassenheit….
@quadra: Hey, ich habe mich gerade eben selbst beinahe totgelacht, ok? Außerdem habe ich diese Geschichte einfach mal durch den Gedankenquirl meiner interpretativen Paranoia geschickt… Ähem.
Okay.
Wir sollten jetzt aber unserer Bestimmung folgen, “Tschaka” rufen und uns aufmachen, die Kamele zu integrieren.
Tschaka, wir schaffen es!
So ist das mit dem Verpflanzen kulturfremder Populationen. Das mit den Kaninchen ist ja auch so ein Ding. Bloß beißen die nicht und sehen auch nicht so groß und bedrohlich aus.
Aehem …
Kamele werd’n nich’ jeflanzt, Karl Eduard!
[...] Weitere Infos http://www.deepwave-blog.de http://blog.nz-online.de/tiergarten http://quadraturacirculi.de [...]