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Angereicherte Jahresfeier der iranischen Revolution

11. Februar 2010 | Von Ernie Souchak | Kategorie: Politik

Zum Jahrestag der Revolution hat der iranische Präsident Ahmadinedschad in Teheran eine vermehrte Urananreicherung verkündet und den Iran zum Atomstaat deklariert.

Die weiterführende Anreicherung werde forciert, um kranken Iranern eine Heilung zu ermöglichen. Der Westen habe sich unkooperativ gezeigt und nun müsse der Iran im Namen seiner Krebspatienten schnell handeln. Die internationale Atomenergiebehörde (IAEA) geht gemäß der Associated Press (AP) davon aus, dass der Iran nur ganz klitzekleine Mengen Uran anreichern werde.

Also reichlich Zeit den zum wiederholten Mal von iranischer Seite gebrochenen Vereinbarungen mit neuen Sanktionen Nachdruck zu verleihen. Realistisch gesehen ist ein iranischer Aufstieg zur Atommacht jedoch nicht mehr zu verhindern:

David Albright, dessen in Washington angesiedelten Institut für Wissenschaft und internationale Sicherheit mögliche [Nuklear]Waffenverbreitung im Auge behält, sagte, 2000 Zentrifugen würden etwa ein Jahr benötigen, um Irans 1,8 Tonnen 3,5-prozentiges Uran in Waffenfähiges Uran anzureichern. Er sagte aber auch, man bräuchte nur 500 bis 1000 Zentrifugen und ein halbes Jahr, um eine Anreicherung von 20 Prozent auf 90 Prozent plus zu erreichen.

Durch die Anreicherung des vorhandenen Vorrats von 3,5-prozentigem Uran auf 20 Prozent geht Albright davon aus, dass es auch den restlichen Weg zu waffenfähigen Uran nehmen wird.

Quelle


Die Schätzungen des Experten Albright basieren auf 2000 Zentrifugen. Ein halbes Jahr also, wenn die Iraner nur 1000 Zentrifugen laufen lassen. Könnte Teheran noch schneller waffenfähiges Uran produzieren?

Nach eigenen Angaben besitzen die Iraner 5000 Zentrifugen, eine Zahl, die von der IAEA bestätigt wurde.

Es kommt aber noch besser. Der amerikanische NewsReal Blog erklärt, dass die iranische Führung sogar im Rahmen der internationalen Bestimmungen handeln würde, wenn sie rechtzeitig aus dem Atomwaffensperrvertrag ausstiege.

Das „Nonproliferation Policy Education Center“ schreibt:

Es ist unter dem Atomwaffensperrvertrag für den Iran legal, so viele Sprengköpfe (ohne spaltbares Material) herzustellen wie sie sich wünschen können. Diese können vorrätig gehalten werden, bis genügend Kernmaterial bereitsteht… An diesem Zeitpunkt… könnte der Iran aus dem Atomwaffensperrvertrag aussteigen und innerhalb weniger Tage ein großes Arsenal an Atomwaffen fertigstellen.

Die UNO wäre perfekt ausgekontert. Ein legaler Militärschlag gegen die iranischen Atomanlagen nahezu ausgeschlossen. Selbst wenn sich der UN-Sicherheitsrat auf eine Resolution einigen könnte, wäre das Zeitfenster für militärische Maßnahmen viel zu gering.

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