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Kindesmissbrauch

7. März 2010 | Von il Chefe | Kategorie: Kultur

In unserer „Qualitätsschweinepresse und Schweinequalitätspresse“ (kewil) gibt es ein durchgängiges Thema: Der Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche. Jeder Missbrauch von Kindern ist einer zu viel. Wegen ihres hohen moralischen Anspruchs ist die katholische Kirche verpflichtet, alle Täter zu entlarven und der Strafgerichtsbarkeit zuzuführen. Falsche christliche Nächstenliebe ist fehl am Platz.

In einem Rechtsstaat stört eines gewaltig: Die Vorverurteilung der angeblichen Täter, weil es so schön passt, auf die verhasste katholische Kirche draufzuschlagen. Auch katholische Priester haben das Recht der Unschuldsvermutung. Nehmen wir die Vorwürfe gegen das Kloster Ettal. Basis für die folgenden Aussagen ist der Artikel in der RP über „Kloster und Chor im Zwielicht“. Gemäß des externen Ermittlers lägen ihm Hinweise auf hundert betroffene Kinder vor. Staatsanwaltliche Ermittlungen seien in drei Fällen im Gang. Die allermeisten Fälle lägen Jahre zurück, vieles sei verjährt. Bei einem Vorgang in 2005 sei es noch unklar, ob sich der Verdacht auf sexuellen Missbrauch erhärtet. Ein Klostermitglied habe gestanden, Kinderpornos aus dem Internet heruntergeladen und früher Fotos halbnackter Schüler ins Internet gestellt zu haben. Der Großteil der Vorwürfe beziehe sich auf Schläge und anderer Bestrafungen im Klosterinternat. Ein Ettaler Lehrer soll zwei jungen Schülern zwei sogenannte Kopfnüsse gegeben und einem Kind auf den Zeh getreten haben.

Für alle Jüngeren zur Erinnerung: Bis in die 70er Jahre galten Schläge und Bestrafungen als pädagogisches Erziehungsmittel. Wer bis Anfang der 60er Jahre zur Schule ging, kann viele Erfahrungen der Züchtigung und Bestrafung von Schülern, auch außerhalb von Internaten, in normalen Schulen beisteuern. In unserer Klasse zum Beispiel wurden jeden Tag alle Schüler einmal, manchmal zweimal, am Tag über die Bank gelegt und mit dem Rohstock gezüchtigt, weil sie zu laut waren, wenn der Lehrer immer verspätet zur Stunde kam. Erst seit den 70er Jahren gilt in vielen Gesellschaftskreisen, insbesondere in den Medien, körperliche Züchtigung als barbarisches Relikt vergangener Zeiten und wird mit Kindermisshandlung oder gar sexuellen Missbrauch von Kindern gleichgesetzt (Wikipedia). Mit der Bezeichnung als Kindesmisshandlung stimme ich voll überein. Aber wer kommt denn auf die Vorstellung des sexuellen Missbrauchs? Will da irgendjemand vom eigenen Sexualverhalten ablenken?

Es ist mit mehrmals passiert, dass einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln. Ich habe je nach den Umständen unterschiedlich reagiert, aber ihr Wunsch stellte mich vor Probleme. Ich habe gefragt: „Warum spielt ihr nicht untereinander, warum habt ihr mich ausgewählt und nicht andere Kinder?“ Aber wenn sie darauf bestanden, habe ich sie dennoch gestreichelt.

Das ist ein Zitat aus dem Buch „Der große Basar“ von Cohn-Bendit aus dem Jahr 1975. Wieso gab es damals nicht den Aufschrei der gleichen Presse wie heute über die katholische Kirche? Warum ist Cohn-Bendit nicht angezeigt worden? Wieso hat die Staatsanwaltschaft diese Straftat nicht verfolgt? Gibt es ein klareres und schriftliches Geständnis über eine begangene Straftat? Für die späteren Grünen war Cohn-Bendits Verhalten kein Missbrauch von Kindern. Gibt es einen schlagenderen Beweis: Mitte 1980 haben die Grünen im Bundestag einen Antrag gestellt, dass Sex mit Kindern straffrei gestellt werden soll.

Noch 1988 sagte der Grünen-Politiker Volker Beck, dass „die Gleichstellung der Homosexualität mit Ehe und Familie eine Voraussetzung sei, um später für eine teilweise Entkriminalisierung der Kinderschänderei zu kämpfen? (Politically Incorrect). Bekommt vor diesem Hintergrund die Forderung der Grünen für eine Adoption von Kindern durch Schwule und Lesben nicht eine andere Bedeutung? Wollen sie auf diesem Weg den Kindesmissbrauch vertuschen? Das wäre doch ein großes Thema für unsere „Qualitätsschweinepresse und Schweinequalitätspresse“ (kewil). Wenn sie es nicht aufgreift macht sie gemeinsame Sache mit den Grünen und macht sich mitschuldig am Missbrauch unserer Kinder.

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2 Kommentare
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  1. Die derzeitige Presse ist verdorbener noch als die im Nationalsozialismus und in der DDR. Heute kann sich keiner mehr herausreden, er wurde ja gezwungen, Lügen zu verfassen aus Angst vor Gefängnis. Erzschurken und Lumpenhunde allesamt. Es kann mir auch keiner erzählen, planmässiges Lügen würde den Umsatz steigern.

  2. Blödsinn, und soetwas zu verlgeichen zeigt wie sehr man der Polemik verfallen ist eine Schande unser heutiges (bedrohtes) Paradies mit den deutschen Diktaturen zu vergleichen.

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